Geopolitik als Investment: Jared Kushner und die Neugeburt des amerikanischen Pragmatismus
Ein persönlicher Kommentar zur Lage der Welt im März 2026
Die Schlagzeilen überschlagen sich: Während die Straße von Hormus blockiert bleibt und US-Verbände Ziele im Iran angreifen, fordert Donald Trump China und Japan auf, ihre eigenen Handelswege zu schützen. In Europa wird dies oft als Kontrollverlust gedeutet. Doch wer nur auf die Oberfläche starrt, übersieht die tiefere DNA der USA – eine Struktur, die gerade durch Jared Kushner und seine eiskalte Geschäftslogik radikal neu programmiert wird.
Kushners Schachbrett: Geopolitik als Asset-Management
Hinter der aggressiven Rhetorik des Präsidenten steht Jared Kushner als der eigentliche Architekt einer neuen Realpolitik. Jüngste Berichte der Arms Control Association (März 2026) legen nahe, dass Kushner und Steve Witkoff maßgeblich daran beteiligt waren, diplomatische Kompromisse mit dem Iran zugunsten einer militärischen Lösung auszubremsen. Für Kushner scheint Außenpolitik kein politisches, sondern ein wirtschaftliches Schachbrett zu sein.
In Davos (Januar 2026) präsentierte Kushner bereits einen „Masterplan“ für den Wiederaufbau Gazas, der das Gebiet in einen regionalen Technologie-Hub verwandeln soll – inklusive massiver Investitionen durch seinen Saudi-finanzierten Fonds Affinity Partners. Dass er gleichzeitig Anteile an israelischen Industriegruppen wie der Shlomo Group hält, die im Bereich Logistik und Kriegsschiffbau tätig sind, verdeutlicht das Prinzip: Hier wird Krieg nicht geführt, um zu zerstören, sondern um Märkte unter amerikanisch-israelischer Führung neu zu ordnen.
Die Flucht vor der Erstarrung: Die wahre DNA der USA
Diese Skrupellosigkeit ist Teil einer historischen DNA, die man in Europa oft nicht versteht. Die USA wurden von Menschen gegründet, die dem europäischen System aktiv entkommen wollten. Sie flohen vor der erstickenden Macht der Kirche, vor feudalem Stillstand und einem Staat, der jeden Aspekt des Lebens regulierte.
Diese Siedler wollten keine Kolonie sein, die nur Steuern nach Europa schickt – sie wollten ein System des privaten Wagemuts. „No taxation without representation“ war die Absage an eine koloniale Vormundschaft. Diese „Freiheitslücke“ ist der Grund, warum Innovation dort gedeiht, während Europa heute in einer Art „neuer DDR“ erstarrt. Während hierzulande Innovationen wie KI oder private Wetten reguliert und verboten werden, lässt man sie in den USA laufen. Der Staat wird dort als Infrastruktur verstanden, nicht als Aufseher.
Europa: Das Museum der Welt
Während die USA unter Kushners Führung Fakten schaffen und Trump via Truth Social (März 2026) offen zugibt, dass die hohen Ölpreise den USA als weltgrößtem Produzenten „eine Menge Geld einbringen“, verharrt Europa in moralischer Empörung. Der europäische Staat agiert als Vormund, der private Visionäre eher unterdrückt als fördert. Das Ergebnis ist eine schleichende Lähmung, die Europa zum Museum der Weltgeschichte macht – konserviert und kontrolliert, aber ohne Relevanz für die Gestaltung der Zukunft.
Am Ende zeigt die aktuelle Krise eine bittere Wahrheit: Während Jared Kushner und die US-Führung die Weltkarte wie ein privates Business-Portfolio neu ordnen und aus Chaos Profite schlagen, verliert sich Europa in moralischen Debatten und regulatorischer Selbstfesselung. Die USA bleiben das gnadenlose Labor der Moderne, in dem privater Wagemut über staatliche Kontrolle triumphiert – egal zu welchem Preis. Wer Innovation und echte Freiheit sucht, wird sie im „Museum Europa“ nicht mehr finden. Die heutige Flucht aus der europäischen Enge ist nichts anderes als die Fortsetzung der Gründungsgeschichte Amerikas: Wer etwas bewegen will, geht dorthin, wo man ihn nicht fragt, ob er darf, sondern wo man ihn lässt. Europa verwaltet die Vergangenheit – Amerika erzwingt die Zukunft.
Warum Europa Amerika falsch liest: 3 Mythen im Faktencheck
Mythos 1: „Die USA sind sozial instabil und chaotisch.“
Die Realität: Was Europa als Chaos sieht, ist in Wahrheit kreative Zerstörung. Während Europa versucht, alte Industrien und Strukturen mit Staatsgeld am Leben zu erhalten (Konservierung), lassen die USA Altes sterben, damit Neues wachsen kann. Diese Instabilität ist der Motor für den Wohlstand von morgen. In den USA ist Sicherheit nicht das Fehlen von Veränderung, sondern die Fähigkeit, sich ihr anzupassen.
Mythos 2: „Der American Dream ist tot, weil es keine soziale Absicherung gibt.“
Die Realität: Der amerikanische Traum basiert nicht auf einem staatlichen Auffangnetz, sondern auf der Freiheit des Aufstiegs. In Europa ist man durch Steuern und Abgaben oft in seiner sozialen Schicht „eingemauert“. In den USA ist das Risiko höher, aber die Decke nach oben existiert nicht. Wer das „große Ganze“ sieht, erkennt: Das Fehlen von Bevormundung ist die mächtigste Form der Absicherung, weil sie den Menschen zwingt, über sich hinauszuwachsen.
Mythos 3: „Amerikanische Politik ist nur Aggression und Show.“
Die Realität: US-Politik ist ergebnisorientiertes Business. Während europäische Politiker Jahre mit der Konsensfindung in Ausschüssen verbringen, schafft die US-Führung (wie wir es aktuell bei Kushner und Trump sehen) Fakten. Das wirkt auf Europäer aggressiv, ist aber der einzige Weg, in einer Welt, die sich in Lichtgeschwindigkeit dreht, nicht irrelevant zu werden.
Europa ist auf Vermeidung von Leid programmiert (Sicherheitsnetz).
Amerika ist auf Erreichung von Höchstleistung programmiert (Abschussrampe).
Wer das nicht versteht, wird die USA immer nur kritisieren. Wer es aber versteht – merkt schnell, dass er in Europa im anderen „System“ lebt.
Schönen Sonntag ….
Quellenbelege (Stand 15.03.2026):
- Kushner-Masterplan Davos: The Jerusalem Post / Board of Peace, Jan 2026 – Details zum 25-Milliarden-Dollar-Plan für „New Gaza“.
- Affinity Partners & Shlomo Group: Ctech / Middle East Eye, Feb 2025 – Investments in israelische Industrie- und Mobilitätssektoren (Kriegsschiffbau).
- Iran-Verhandlungen: Arms Control Association, März 2026 – Analyse zum Einfluss von Kushner auf den Abbruch der Diplomatie.
- Öl-Statements: Truth Social, Donald J. Trump, 12. März 2026 – Statement zur US-Marktführerschaft bei Ölprofiten.