Industrie-Charme trifft Avantgarde: Berlin-Marienfelde wird zum neuen Kunst-Magneten
Wer an die Berliner Kunstszene denkt, landet meist gedanklich in den Hinterhöfen von Mitte oder den Galerien der Potsdamer Straße. Doch der Puls der Stadt verschiebt sich – weg vom Zentrum, hinein in die rauen, ungeschminkten Industriegebiete des Südens. Das vergangene Wochenende markierte hier einen Wendepunkt: Mit dem Grand Opening von MAMMOTH @ MoMa5 in der Motzener Straße wurde ein Projekt getauft, welches weit mehr sein will als nur eine weitere Galerie.
Aufbruch im Gewerbegebiet
Auf rund 2.000 Quadratmetern Industrie-Brache ist ein Ort entstanden, der die Grenzen zwischen Hochkultur und Club-Nacht einreißt. Dass über 30 Künstlerinnen und Künstler – von Abie Franklin bis Jonas Zeitler – ihre Werke inmitten von Beton und Stahl präsentierten, wirkte nicht wie ein Experiment, sondern wie eine notwendige Antwort auf den schwindenden Freiraum in der Innenstadt.
Die Initiatoren Alexander Skora und Friedrich Raphael Curschmann haben hier keinen sterilen „White Cube“ geschaffen. Die Atmosphäre beim Opening war geprägt von einem unaufgeregten Nebeneinander: Während man am Nachmittag noch tief in die Details großformatiger Malerei und Installationen eintauchen konnte, verwandelte sich der Raum mit Einbruch der Dunkelheit durch DJ-Sets und Live-Performances in ein pulsierendes Zentrum für den kulturellen Diskurs.
Der Erfolg des Eröffnungswochenendes gibt den Machern recht. Der enorme Besucherandrang aus der Nachbarschaft und der etablierten Kunstszene zeigt, dass das Bedürfnis nach echten, interdisziplinären Begegnungsräumen ungebrochen ist. „Wir wollten einen offenen Ort schaffen, an dem Kunst, Musik und Menschen selbstverständlich zusammenkommen“, so Skora. Das scheint gelungen: Die Gespräche zwischen Gästen und Kunstschaffenden waren intensiv, die Stimmung offen und ohne die oft übliche Schwellenangst des Kunstmarktes.
MAMMOTH ist kein kurzes Pop-up-Event. Das Projekt geht ab sofort in den Dauerbetrieb. Das Konzept ist dabei so dynamisch wie die Stadt selbst: Täglich von 11 bis 17 Uhr können Besucher die Ausstellungen erkunden, während die Wochenenden für wechselnde Formate, neue künstlerische Positionen und kuratierte Events reserviert sind.
Mit dem MoMa5 hat Marienfelde ein neues kulturelles Wahrzeichen gewonnen. Es ist ein Ort, der beweist, dass Berlin dort am spannendsten ist, wo die Infrastruktur noch Platz zum Atmen lässt und die Kunst den Raum findet, den sie zur Entfaltung braucht.
MAMMOTH @ MoMa5 im ÜberblickAdresse: Motzener Straße 5, 12277 Berlin
Adresse: Motzener Straße 5, 12277 Berlinetrieb: Täglich 11:00 bis 17:00 Uhr
Betrieb: Täglich 11:00 bis 17:00 Uhr
Highlights: Wechselndes Wochenendprogramm mit Musik und Kunst-Performances
Bildnachweis & Copyright:
Sämtliche begleitenden Pressebilder und Dokumentationen unterliegen dem Copyright von MAMMOTH. @MoMa5
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