The Auction Edit: Lempertz

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The Auction Edit: Lempertz

Einzigartige Provenienz und handverlesene Meisterwerke: Das Kunsthaus Lempertz ist seit 1845 die Adresse für exzellente Kunst. Das Statement Magazin blickt für Sie hinter die Kulissen der großen Versteigerungen und wählt exklusiv die Highlights aus, die in keinem Portfolio fehlen sollten. Ihr direkter Zugang zur Welt der Gebote.

Das Kunsthaus Lempertz gehört zu den traditionsreichsten Adressen im weltweiten Kunsthandel. Es ist nicht nur das älteste Familienunternehmen der Branche in Deutschland, sondern blickt auch auf eine bewegte Geschichte zurück, die eng mit dem Standort Köln verknüpft ist.

Hier ist ein kompakter Überblick über die Historie:

Die Wurzeln liegen im Jahr 1845, als Matthias Lempertz in Bonn die Leitung der renommierten „Heberle’schen Buchhandlung“ übernahm. Ursprünglich lag der Fokus auf dem Antiquariatsbuchhandel und Versteigerungen von Bibliotheken. Nach seinem Tod wurde das Unternehmen 1875 von Peter Hanstein erworben, womit die Ära der Familie Hanstein begann, die das Haus bis heute in fünfter Generation führt.

Umzug nach Köln und Aufstieg (1902)

Um näher am pulsierenden Kunstmarkt zu sein, verlegte Peter Hanstein den Sitz 1902 nach Köln. Unter seiner Leitung und später unter seinem Sohn Joseph expandierte das Spektrum erheblich. Lempertz wurde zu einem der führenden Häuser für Alte Meister, Skulpturen und Kunstgewerbe.

Die Ära im Nationalsozialismus

Wie viele deutsche Institutionen ist auch die Geschichte von Lempertz während des Dritten Reichs ein sensibles Thema. Das Haus war in dieser Zeit an Versteigerungen beteiligt, die heute im Fokus der Provenienzforschung stehen (etwa im Kontext von „Entarteter Kunst“ oder jüdischem Besitz). Das Auktionshaus stellt sich dieser Verantwortung heute aktiv durch Forschung und Restitutionsbemühungen.

Zerstörung und Wiederaufbau (1943–1950er)

Im Zweiten Weltkrieg wurde das prächtige Gebäude am Neumarkt völlig zerstört. Doch bereits 1952 wurde an gleicher Stelle der Neubau eröffnet – ein heute unter Denkmalschutz stehendes Juwel der Nachkriegsarchitektur. In dieser Zeit etablierte Lempertz unter Rolf Hanstein die legendären Auktionen für Moderne Kunst, die das Haus international bekannt machten.

Internationalisierung und Gegenwart

Seit den 1990er Jahren führt Henrik Hanstein das Unternehmen. Unter seiner Leitung expandierte Lempertz massiv:

  • Standorte: Neben Köln gibt es Repräsentanzen in Berlin, München, Brüssel, Zürich und Partnerschaften weltweit.

  • Spezialisierung: Lempertz war das erste europäische Auktionshaus, das eigene Versteigerungen für zeitgenössische Kunst (1989) und Fotografie (1989) etablierte.

Warum Lempertz heute wichtig ist:

Heute hält Lempertz regelmäßig Weltrekorde in verschiedenen Kategorien (z.B. für ostasiatische Kunst oder Fotografie) und ist eines der wenigen Häuser, das sich im Wettbewerb mit den Giganten Christie’s und Sotheby’s behaupten kann, ohne seine familiäre Struktur aufzugeben.

 Fact: Das Auktionshaus versteigert jährlich Kunstwerke im Gesamtwert von über 50 Millionen Euro.

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